
Anleitung · Nr. 07
So gestalten Sie ein Produktetikett (Beschnitt, Stanzlinie & Sicherheitsbereich)
Richten Sie das Etikettendesign mit drei Zonen ein: ein Beschnitt (etwa 3 mm / 1/8 Zoll Hintergrund, der über die Schnittlinie hinausgeht, damit das Zuschneiden niemals einen weißen Rand hinterlässt), die Schnittlinie (die Schnittkontur, auf einer eigenen nicht druckenden Ebene), und ein sicherer Bereich (halten Sie Text und Logos etwa 3 mm innerhalb des Schnitts). Erstellen Sie die Datei in CMYK, nicht RGB — und für Kosmetika listen Sie die Inhaltsstoffe in INCI-Namen auf.
Eine druckfertige Etikettendatei enthält drei Linien, an die die meisten Menschen nie denken, und ein sauberes Etikett hängt von allen dreien ab. Ein Stanzgerät verfolgt Ihr Artwork nicht bis zum genauen Pixel: die Klinge landet bei jedem Durchgang einen Bruchteil eines Millimeters daneben, sodass die Datei für dieses Wackeln und nicht für einen perfekten Schnitt erstellt werden muss. Beschnitt, die Schnittlinie und der sichere Bereich sind die Grundlagen dafür.
Schritt für Schritt
- 01
Legen Sie die Schnittgröße und die Schnittlinie fest
Die Schnittlinie ist die Vektor-Kontur, an der das Etikett geschnitten wird. Legen Sie sie auf eine eigene Ebene — sie leitet den Schnitt und wird nicht gedruckt.
- 02
Fügen Sie Beschnitt hinzu
Erweitern Sie die Hintergrundfarbe und Bilder etwa 3 mm (ungefähr 1/8 Zoll) über die Schnittlinie hinaus, damit die Toleranz beim Stanzen niemals einen unerwünschten weißen Rand hinterlässt.
- 03
Halten Sie einen sicheren Bereich ein
Halten Sie Text, Logos und Barcodes etwa 3 mm innerhalb der Schnittlinie, damit nichts Wichtiges abgeschnitten wird.
- 04
Erstellen Sie in CMYK
Das Etikettendesign muss in CMYK erstellt werden, nicht im RGB-Bildschirmmodus, um genau zu drucken. Verwenden Sie Pantone-Sonderfarben, wenn eine genaue Markenfarbe wichtig ist.
- 05
Fügen Sie die erforderlichen Inhalte hinzu
Schließen Sie alles ein, was der Markt vorschreibt — für Kosmetika die Inhaltsstoffe in INCI-Namen in absteigender Reihenfolge; für Lebensmittel und Einzelhandel die Produktidentität, Nettogewicht und einen Barcode.
Drei Zonen und die Toleranz, die sie verbergen
Beginnen Sie mit der Schnittlinie: der Vektor-Kontur, an der das Etikett tatsächlich geschnitten wird, auf einer eigenen nicht druckenden Ebene gezeichnet, damit die Druckmaschine genau weiß, wo die Klinge hinführt. Um sie herum, erweitern Sie jede Hintergrundfarbe und jedes Bild etwa 3 mm (ungefähr 1/8 Zoll) über diese Linie hinaus — der Beschnitt. Wenn die Klinge einen Hauch außerhalb der Linie landet, schneidet sie durch die gedruckte Farbe, anstatt einen nackten weißen Streifen zu hinterlassen.
Ziehen Sie dann in die andere Richtung. Halten Sie Text, Logos und Barcodes etwa 3 mm innerhalb der Linie, im Sicherheitsbereich, damit eine Klinge, die einen Hauch innerhalb landet, sie niemals anschneidet. Beschnitt und Sicherheitsbereich sind die gleichen wenigen Millimeter Versicherung, die in entgegengesetzte Richtungen zeigen, und beide existieren aus einem Grund: der Schnitt liegt niemals genau auf der Linie.
Wo eine gut aussehende Datei am Druck scheitert
Zwei Dateien werden auf dem Bildschirm angezeigt und scheitern beim Druck. Die erste ist der Farbraum: Monitore zeigen RGB, Druckmaschinen drucken CMYK, und eine Datei, die im RGB belassen wird, verschiebt sich beim Ausgeben, sodass das lebendige Bildschirmblau matschig wird. Arbeiten Sie von Anfang an in CMYK und benennen Sie eine Pantone-Sonderfarbe, wenn eine Markenfarbe genau sein muss.
Die zweite ist der Barcode. Er benötigt einen klaren ruhigen Bereich um sich herum und eine Mindestgröße zum Scannen, sodass er nicht verkleinert werden kann, um in das Layout zu passen oder an den Rand des Sicherheitsbereichs gedrängt werden kann – ein Code, der die Überprüfung nicht besteht, führt dazu, dass eine Lieferung am Dock des Einzelhändlers abgelehnt wird. Und bei einem regulierten Produkt liegt es in der Verantwortung des Markeninhabers, den obligatorischen Inhalt (INCI-Namen für Kosmetika; Allergene und Nettogewicht für Lebensmittel) korrekt anzugeben, nicht des Druckers.
Gut zu wissen
- →Bestätigen Sie den genauen Beschnitt mit Ihrem Drucker – einige verlangen 1/16 Zoll, die meisten 1/8 Zoll.
- →Ein Barcode benötigt ruhigen Platz um sich herum und eine Mindestdruckqualität, um zuverlässig gescannt zu werden – verkleinern Sie ihn nicht an den Rand des Sicherheitsbereichs.
- →Siehe das Glossar für Beschnitt, Schnittlinie, CMYK, Pantone und INCI definiert.
Häufige Fragen
Wie viel Beschnitt benötigt ein Etikett?
Etwa 3 mm – ungefähr 1/8 Zoll – des Hintergrunds, der über die Schnittlinie hinausgeht, sodass die Stanztoleranz niemals einen weißen Rand hinterlässt. Bestätigen Sie die genaue Zahl mit Ihrem Drucker, da einige 1/16 Zoll verwenden.
Warum muss das Etikettendesign in CMYK sein?
Bildschirme zeigen in RGB, aber Druckmaschinen drucken in CMYK. Das Arbeiten in CMYK von Anfang an vermeidet die Farbverschiebung, die auftritt, wenn eine RGB-Datei für den Druck konvertiert wird.
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